Äbbelwoi vs. Weißbier: Wetttrinken in München
Nicht immer sitzen wir im „Blauem Bock“ in unserem Dorf, sondern reisen gerne um die Welt, um auch mal andere Weine zu kosten. Es ist immer wieder schön, andere Gegenden und Geschmacksrichtungen zu entdecken, über die wir anschließend in geselliger Runde am Stammtisch plaudern. Letztens zum Beispiel waren wir im Thüringer Wald, um uns zu erholen. Wir wanderten viel, tranken Wein und genossen Massagen und die Ruhe der Natur. Wir ließen uns von unserem Relax-Wochenende im Hotel am Rennsteig erst dann herausreißen, als wir von einem Wetttrinken in München erfuhren, bei dem jeder sein liebstes oder das Regionalgetränk seines Bundeslandes vernichten sollte. Das ließen wir uns nicht zweimal sagen, verließen den idyllischen Thüringer Wald und düsten gleich in die Metropole München.
Was bei uns der Äbbelwoi ist, ist für Münchner das Weißbier, gegen das wir zahlreich antreten mussten. Gesund ist beides in Maßen, weshalb man jeden Tag gut ein Glas Wein oder ein Flasche Bier trinken kann – so meine Meinung. Am Tag des Wetttrinkens reichte das jedoch nicht aus. Manch einer möchte vielleicht sagen, dass Biertrinker bei einem Wetttrinken durchaus Vorteile hätten, da Wein schneller zu Kopf steigt, doch da unser Äbbelwoi keinen so Alkoholanteil hat, machte das Trinken auch nach dem dritten Glas noch Spaß. Danach wurde es allerdings langsam kritisch. Mir wurde schwindelig, ich lachte laut und konnte nicht mehr gerade gehen.
Schließlich musste ich abbrechen, als meine Blase nach ca. sechs Gläsern enorm drückte. Meine Freunde haben mich daraufhin gleich ins Aparthotel in München gebracht, wo ich wohl die ganze Nacht durchgeschlafen habe. Ach ja, sie haben mir noch erzählt, dass die Weißbiertrinker aus München letztlich doch gewonnen haben. Da das Wetttrinken in Bayern stattfand, gönne ich den Kerlen aber den Gewinn und rühre die nächsten Wochen erstmal keinen Alkohol mehr an – weder Bier, noch Wein!
Carmen am 30. März 2011 unter Allgemein